Milliohmmeter

Bei einem Milliohmmeter handelt es sich um ein Präzisionsmessgerät für den Messbereich kleinster Widerstandswerte in verschiedensten Stromkreisen. Der Name Milliohmmeter leitet sich von der Einheit für elektrische Widerstände, Ohm,

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Milliohmmeter ST2516

ab. Der Einsatzbereich eines Milliohmmeters stößt in die Lücke, die konventionelle Ohmmeter hinterlassen, denn diese sind regelmäßig nur in der Lage Widerstände bis zur Untergrenze von wenigen Ohm zu messen, weil sich in der Regel sowohl der Eigenwiderstand des Geräts als auch die Widerstände der Leitungen und Kontakte auf das Messergebnis auswirken und es verfälschen. Zur exakten Messung von Kleinstwiderständen hilft nur das Milli- bzw. Mikroohmmeter weiter. Die modernen Milliohmmeter verfügen in der Regel über digitale Angaben sowie LCD-Displays. Auf Grund ihres Einsatzbereiches bis hinein in den Messbereich von Mikroohm müssen die Messgeräte über eine hohe Grundgenauigkeit verfügen. Der Messbereich von Milli Ohmmetern erstreckt sich in der Regel von Mikroohm bis Megaohm. In Abgrenzung zu Milli- und Mikroohmmetern existieren Megaohmmeter für hohe Widerstände in einem Messbereich von Kiloohm bis Petaohm.

Einsatzbereich Milliohmmeter

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Mikroohmmeter MPK-253

Häufige Einsatzgebiete bilden die Überwachungen von Produktionsprozessen sowie zur Qualitätssicherung. Im Einzelnen werden Messwerte an Relais, Spulen, Generatoren, Schaltern, Steckverbindungen, Transformatoren, Parallel-und Nebenschaltkreisen sowie Platinenleitern abgenommen. Insofern verfügt ein Großsteil der auf dem Markt erhältlichen Modelle für Ohmmeter über eine RS232- Schnittstelle, über die sich die Messdaten auf Computer und Drucker übertragen lassen. Computer benötigen zum Datenabgleich eine zusätzliche Software. Neben der Messung geringer Widerstandsstärken müssen Milliohmmeter auch in der Lage sein Widerstände innerhalb kürzester Messzeiten, wie von 100 Millisekunden abzunehmen. Darüber hinaus verfügen viele Ohmmeter über eine Komparatorfunktion, mit deren Hilfe sich Abweichungen von Mittelwerten oder Überschreitungen von Grenzwerten erfassen lassen. Des Weiteren zeichnen sich viele Milliohmmeter dadurch aus, dass sie auch Spannungen wie Frequenzen messen können. Was die Außenhülle von Milliohmmetern betrifft, so sind heute viele der Messgeräte spritzwassergeschützt, wodurch sich die Einsatzmöglichkeiten erweitern und somit Schiffe, Flugzeuge und Minen umfassen.

Aufbau Milliohmmeter

Dem Milliohmmeter liegt im Prinzip die Technik eines Transistors zu Grunde, der als Messgerät für Kabel und Kontakte fungiert. Aus einem konstanten Stromfluss, also einer gleichbleibenden Stromstärke und einem vorgeschalteten Digitalvoltmeter ergibt sich ein simples, gutes Milliohmmeter. In der Regel sind Milliohmmeter als Vierpunktmessgeräte aufgebaut. Auf diese Weise werden die durch die Eigenwiderstände von den Stromleitungen und den Kontakten verursachten, bei einer Zweipunktmessung sich ergebenden Messfehler vermieden bzw. bereinigt. Dabei wird der an dem zu messenden Widerstand abfallende Strom abgegriffen und einem Voltmeter zugeführt. Dadurch, dass man die Stromstärke kennt und die Spannung über das Voltmeter misst, lässt sich auf Grundlage des Ohm’schen Gesetzes, nämlich der Widerstand R als die Division der Spannung U durch die Stromstärke I, berechnen. Das Geheimnis hinter dieser Technik der Vierpunktmessung ist die Trennung der Leitungen für die Messung der Stromstärke und für den Abfall der Spannung.

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